Mobilitätsproduktion bei der SBB – vom mechanischen Stellwerk zur automatischen Zugfahrt

Vor nur knapp 20 Jahren arbeitete noch auf (fast) jedem Bahnhof der Schweiz ein Bahnhofvorstand um die Stellwerke zu bedienen und dadurch die Zugfahrten überhaupt zu ermöglichen. Die Automatisierung hatte aber schon deutlich an die Türe geklopft. Es wurde möglich und erforderlich die Stellwerke fernzusteuern, zu zentralisieren um den erhöhten Anforderungen an Kapazität und Pünktlichkeit auch weiter gerecht zu werden. Zunehmend wurde auch die Technologie verfügbar welche die bessere Prognose, feinere Steuerung und enge Zusammenarbeit zwischen Disponent und Lokführer ermöglichte. Doch nicht alles was machbar ist auch sinnvoll und umgekehrt – das ringen um den besten Weg setzte ein. Eine zentrale Rolle darin – das RE. Schrittweise entstand die heutige Bahnproduktionswelt der SBB, welche bereits jetzt einen beträchtlichen IT-Andteil aufweist.

 

Vor rund 3 Jahren änderte sich etwas, die Idee „Smart Rail“ wurde geboren. Ein Konzept, dass es erlauben würde die Eisenbahn signifikant anders und einfacher zu produzieren. Noch in der Theorie wäre es damit möglich die bestehende Anlageinfrastruktur mit wesentlich weniger Technik auszurüsten und  rund 30% mehr Kapazität zu realisieren. Gleichzeitig würde das Gesamtsystem noch viel sicherer zu werden, weil alle Objekte im Bahnnetz ihre Sicherheit zu einander permanent selber gewährleisten.

 

Christoph Frei

Christoph Frei arbeitet seit 2011 als Bereichsleiters im Solution Center Infrastruktur von SBB IT und verantwortet in dieser Funktion den Betrieb und die Weiterentwicklung der Bahnproduktionssysteme der SBB. Diese decken unterstützen die Prozessfelder von der Fahrplanplanung, über die Produktionsurchführung bis zum Trassenverkauf und -abrechnung ab. Nach der Grundausbildung als Betriebsdisponent SBB war er in verschiedenen Funktionen und Tätigkeiten innerhalb und ausserhalb der SBB tätig, seit rund 20 Jahren vorwiegend in Führungsfunktionen.

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