29-januar-2020

29. Januar 2020 | 16.00-18.00 Uhr

Design Thinking – Innovation vom Fliessband?

Innovationsdorf Bern, Wylerringstrasse 36, 3014 Bern

Präsentationen

Gallerie

«Schwein gehabt». Andrea K. arbeitet im Produktmanagement und ist gerade überglücklich. Das neue Produkt übertrifft auch nach einem halben Jahr auf dem Markt die erhofften Verkaufszahlen. Dabei wurde das Produkt «aus dem Bauch» heraus entworfen und lanciert – einfach so. Dies hat im Vorfeld allerdings viele schlaflose Nächte gekostet und Andrea K. ist sich sicher, dass es künftig geordneter zu und her gehen muss. Vielleicht müsste man innovativer sein sowie die Akzeptanz des Produktes schon in einer frühen Phase testen? Bei der nächsten Produktentwicklung möchte Andrea K. diese Aspekte berücksichtigen. Aber wie?

Design Thinking ist ein Innovationsansatz zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen, Produkte und Dienstleistungen, der die Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Design Thinking wird immer populärer und ist bei Firmen wie Migros, SBB, Swisscom, Post, UBS, AXA, Procter & Gamble, Airbnb, Google, ewz und vielen anderen im Einsatz.

In unserem Nachmittags-Workshop erlebt ihr hautnah die Methoden und das Mindset von Design Thinking. In den Abend-Präsentationen wird dann Design Thinking kritisch beleuchtet – wo funktioniert es und wo nicht? Und beim anschliessenden Apéro bleibt genug Zeit für den Austausch über das Erlebte und Gehörte.

15:40 – Türöffnung


16:00 – Workshop

Design Thinking erleben

Daniela Maag-Biri (Projektleiterin Innovationsmanagement, ewz) & Chris Wolf (Consultant und Trainer, SwissQ)

In diesem Workshop durchlauft ihr alle Schritte des Design-Thinking-Prozesses und gestaltet in kleinen Teams mit viel Empathie und Spass kreative und nutzerzentrierte Lösungen für Herausforderungen.

Daniela ist seit 2013 zuständig für die Etablierung der Innovationskultur bei ewz. Sie betreut die ewz-Innovationscommunity, organisiert Events, führt Workshops und Schulungen durch und setzt selbst Projekte um oder coacht Innovationsprojekte. Design Thinking ist eine ihrer meistgenutzten und auch -geschätzten Methoden.

Chris ist seit 2014 Consultant bei SwissQ und war bei verschiedenen Kunden im Requirements Engineering und Testing im agilen Umfeld tätig. Er hält ausserdem Trainings und Workshops in Requirements Engineering, Human-centered Design und Design Thinking.


18:00 – Präsentationen

Pulse – Wie eine Mitarbeiterumfrage nur ganz anders

Angela Haas (Professional Inventor & Human Centered Design Expert, Creaholic)

Kunden und die eigenen Mitarbeitenden zu verstehen ist keine einmalige Sache. Das Verstehen der Nutzer fängt weit vor der Entwicklung eines Produktes an. Mit Hilfe von Design Thinking verstehen wir die Stakeholder und deren unterschiedliche Bedürfnisse besser. Die ersten Prototypen und Piloten schärfen die Anforderungen und dann “Tadaa”: die Implementierung. Wer hier aufhört vergibt sich die Möglichkeit sein Produkt sukzessiv weiter zu entwickeln, besser zu machen und näher an die Menschen zu bringen.

Angela unterstützt Organisationen bei der Transformation zu einer Innovationskultur. Ihre Schwerpunkte sind kreative Strategien im Umgang mit komplexen Herausforderungen der Gesellschaft und Organisationen sowie Human-Centered Design in der Unternehmensführung. Sie steht für eine Arbeitsweise auf Augenhöhe in Verbindung mit einer agilen und menschenzentrierten Denkhaltung. Im Mai 2017 wechselte sie von Swisscom AG zu Creaholic SA und ist dort seit Juni 2019 Partnerin. Bevor sie in die Schweiz zog, trieb sie bei der Berliner Managementberatung Partake massgeblich die unternehmerische Ausrichtung auf Design Thinking voran.

Mit Volldampf in den Design-Thinking-Overkill? Ein kritischer Blick auf die Methoden in der Zusammenarbeit

Matti Straub-Fischer (Berater, Unternehmer & Helikopterpilot, 7 Generations & KaosPilots Switzerland)

In der IT-Welt ist heute Design Thinking omni-präsent. Es wird gescrummt, holokratisch um Rollen gefightet und gesprintet wie wild. Und obwohl die Design-Thinking-Trainings gepusht werden, stellt sich die Frage: Wie gesund und hilfreich ist dieser Ansatz für unsere Zusammenarbeit? Und wo braucht es vielleicht etwas anderes? Matti beleuchtet Design Thinking in Informatik und anderen Unternehmenskontexten und zeigt auf, wo sich dies lohnt und wo die Risiken und Gefahren der Methode liegt. Sonst wird Design Thinking nur eine Pseudo-Massnahme, welche die Probleme verschiebt, sie aber nicht wirklich anpackt und löst.

Matti ist seit 25 Jahren als Berater und Unternehmer unterwegs. Er leitet die Beratungsfirma 7 Generations und initiierte das Innovationsdorf Bern, wo heute rund 50 Organisationen unter einem Dach zusammen arbeiten und lernen. Matti arbeitet seit vielen Jahren mit Selbst-Organisation und -Verantwortung und unterstützt Unternehmungen auf gleicher Augenhöhe zusammenzuarbeiten, so dass alle Stimmen zählen. 2010 gründete er die KaosPiloten-Schule Schweiz mit einem externen Klassenzimmer in Cape Town, Südafrika, wo er ganzheitliches Unternehmertum vermittelt.


19:30 – Apéro Riche & Networking